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Diese Seite soll Informationen rund um die Diskussion um das Hallenbad an der Vennstrasse in Waldbröl sammeln und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Grünes Licht für das Hallenbad

In seiner Sitzung am 28. September 2016 beschloss der Stadtrat von Waldbröl einstimmig, dass zusätzliche Mittel im Haushalt bereit gestellt werden um einen entsprechenden Förderantrag stellen zu können.

Antrag der Stadtverwaltung

Hier der Antrag der Stadtverwaltung für die Ratssitzung am 28. September 2016. Die Verwaltung um Herrn Bürgermeister Koester beantragt...

1. Vergabe der Planungs- und Architektenleistungen (Leistungsphasen 1 bis 3)

2. Erstellung eines Nutzungs-, Träger- und Finanzierungskonzeptes

3. Erstellung eines zeit- und fristgerechten Förderantrags mit allen Anforderungen zum Städtebauinvestitionsförderungsprogramm 2017

Antrag der Verwaltung für die Ratssitzung am 28.09.2016

Oberberg aktuell...

Gartenbad: Bürgermeister spricht mit Regierungspräsidentin

(Red/03.08.2016-14:11)

Waldbröl – Wie die Stadtverwaltung heute bekannt gab, will Bürgermeister Peter Koester Regierungspräsidentin Gisela Walsken am 19. September von der Bedeutung des Schwimmbads in der Vennstraße überzeugen.

In einem persönlichen Gespräch am 19. September will Bürgermeister Peter Koester mit Regierungspräsidentin Gisela Walsken über die mögliche Förderung eines Abrisses und Neubaus für das Gartenhallenbad an der Vennstraße in Waldbröl sprechen. Dies gab die Stadtverwaltung heute bekannt. „Koester möchte Regierungspräsidentin Walsken von der elementaren Bedeutung des Bades für Waldbröl und seine Bürger überzeugen“, hieß es hier.

Da dieser Termin ein reiner Behördentermin sein wird, kommt es bereits am 23. August zu einem Arbeitsgespräch in Waldbröl mit den Beteiligten und dem Dezernenten für Städtebauförderung der Bezirksregierung. „Darin wollen wir den Termin bei der Regierungspräsidentin vorbereiten“, erklärt Koester. „Ohne eine Förderung ist der nach ersten Schätzungen etwa 5,7 Millionen Euro teure Abriss und Neubau an der Vennstraße nicht zu stemmen. Nach der Bezirksregierung gelte es das Landesbauministerium für die Sache zu gewinnen“, sagte der Bürgermeister weiter.

http://www.oberberg-aktuell.de/index.php?id=445&tx_ttnews[tt_news]=182019&cHash=745c46e94f

Offener Brief...

Offener Brief von Gertrud Menger über die geplante Schließung des Schwimmbades an der Vennstrasse in Waldbröl.

An die
Schulpflegschaftsvorsitzenden und Vertreter der Waldbröler Schulen
sowie die Schulleitungen

Betr.: Schwimmbad in Waldbröl

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich wende mich an Sie, weil ich nicht beurteilen kann, ob Sie Informationen über das Waldbröler Schwimmbad bzw. seine weitere Verwendung haben. Ich selbst bin nicht Mitglied in einer Schulpflegschaft, habe jedoch schulpflichtige Enkel, die 3 verschiedene Schulen in Waldbröl  besuchen. Allerdings geht es mir nicht nur um meine Enkel, sondern um grundsätzliches Engagement in Sachen Schwimmbad.

Vor ca. 2-3 Jahren gab es vor dem Rathaus eine Demonstration, um für den Erhalt des Bades zu kämpfen. Unser Bürgermeister Koester versprach, sich im Interesse der Kinder und der städtischen Schulen um das Anliegen zu kümmern. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die den Stand der notwendigen Sanierungsarbeiten ermitteln und ein Finanzierungskonzept dafür erarbeiten sollte. Das erklärte Anliegen dieser Gruppe war und ist die Erhaltung des Schwimmbades. Die Arbeit hat Früchte getragen, das Konzept ist fertig, und es kommt zu dem Ergebnis, dass das Schwimmbad an der Vennstrasse in einer anderen Struktur (außerhalb der Verwaltung der Stadt)  eine Zukunft  haben kann. Dieses Konzept ist jedoch meines Wissens bisher in der Öffentlichkeit noch nicht vorgestellt oder diskutiert worden. (ggf. können Sie sich gerne bei Pfarrer Jochen Gran, ev. Kirche Waldbröl oder Steuerberater Thorsten  Rothstein, Waldbröl, über den Inhalt rückversichern.)

Die Stadtverwaltung hat ebenfalls einen Finanzierungsplan erarbeitet, der zu einem völlig anderen Ergebnis kommt. Eine „Rettung" des Schwimmbades scheint danach ausgeschlossen zu sein, weil es die finanziellen Möglichkeiten der Stadt übersteigt. Es ist bekannt, dass in den vergangenen Jahren (Jahrzehnten) einfach viel zu wenig Geld für dieses Gebäude zur Verfügung stand, so dass es so umfangreich verfallen konnte. Die Stadt hatte und hat eben kein Geld! Auch dieses Konzept wurde bisher in der Öffentlichkeit  nicht bekannt gemacht.

Was soll jedoch eine „Schulstadt" Waldbröl ohne Schwimmbad? In unserer Stadt sind (noch) alle öffentlichen Schultypen vorhanden, sogar auch eine Förderschule, die zwar einen  anderen  Schulträger hat, trotzdem aber das Schwimmbad nutzen muss, da kein anderes zur Verfügung steht. (Erschwerend kommt hinzu, dass angeblich auch die alte Sporthalle (,,Heidberghalle") abgerissen werden soll. Dann allerdings dürfte wohl der Schulsport insgesamt im Schulzentrum nur noch  in extrem unzureichender  Form möglich sein!)

Weiterhin ist in den Richtlinien der Schulen (nicht nur Grundschulen, sondern auch Schulen mit SEK 1) der Schwimmunterricht vorgeschrieben, so dass die Stadt als Schulträger hier in der Pflicht steht (www .schulentwicklung.nrw.de/lehrpläne/lehrplannavigator-s-i ). Das alternativ angedachte kleine Lehrschwimmbecken am Wiedenhof kann maximal als Not- oder  Übergangslösung genutzt werden.  Es bietet weder von der Größe, noch von den technischen Voraussetzungen her die notwendigen Möglichkeiten. Außerdem ist es auch im jetzigen Zustand nicht einsatzfähig und würde vor seiner Nutzung noch erhebliche Investitionen von schätzungsweise € 750.000 (lt. Haushaltsplanung  der Stadt Waldbröl)  erfordern.

Und nun erfolgt endlich mein Appell an Sie als Vertreter der Elternpflegschaften der verschiedenen Schulen: es muss m.E. ein großes Interesse aller Eltern sein, auch in Zukunft in unserer „Schulstadt" ein funktionsfähiges Schwimmbad zu haben. Es ist immer wieder in der Presse zu lesen, dass nur noch ein kleiner Prozentsatz unserer Kinder überhaupt schwimmen kann (deshalb ist ja das Schwimmen Pflichtfach in Regelschulen!) . Weiterhin müssen wir uns nicht über die  Notwendigkeit von sinnvollen Bewegungsangeboten für unsere Kinder unterhalten, Gründe gibt es vielfältiger Art. (Und insofern ist natürlich auch für die Vereine die Existenz eines Schwimmbades elementar  wichtig.)

Die Stadtverwaltung gibt als hauptsächlichen Grund gegen die  Erhaltung „Geldnot" an. Tatsache  ist es jedoch, dass eine Gruppe engagierter Mitbürger in mühevoller und langwieriger Arbeit einen realistischen Finanzierungsplan zur Rettung erstellt hat. Warum nimmt die Stadt diesen nicht an? Welche weiteren Gründe hat sie, von denen wir bisher nichts erfahren haben? Kommt nur mir diese Vorgehensweise der Stadt so undurchschaubar vor?

Darum ergeht meine eindringliche Bitte an Sie und die weiteren Vertreter der Elternpflegschaften aller Waldbröler Schulen: bitte ziehen Sie bei der Stadtverwaltung Erkundigungen ein und signalisieren Sie die Notwendigkeit der Erhaltung des Schwimmbades, um auch weiterhin ein attraktiver Schulstandort zu sein.

In dieser Angelegenheit ist allerdings ein gewisses Maß an Eile geboten - verfallen doch die Fördertöpfe für Sanierungen in der Regel zum Ende des Jahres und uns als Bürgern der Stadt Waldbröl kann so eine Möglichkeit entgehen, dass Schwimmbad an der Vennstrasse - trotz aller Planungen aus der Stadtverwaltung heraus - zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

 

Hier das Originalschreiben

"Schwimmbad in Waldbröl"

OVZ vom 16.06.2016

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Pool-Position: So wie Manuel, Amelie (im blauen Badeanzug) und Annika sollen auch künftig die Kinder in Waldbröl im Hallenbad an der Vennstraße das Schwimmen lernen können.

Foto: Hoene

Waldbröl -

Kaum ein Thema der letzten Jahre hat die Stimmung in Waldbröl derart elektrisiert wie die immer wieder von der Stadt ins Gespräch gebrachte Schließung des Gartenhallenbades an der Vennstraße. Marode Bausubstanz, veraltete Technik, unkalkulierbare Betriebskosten beklagen die Skeptiker, während die Befürworter auf die Notwendigkeit eines Bades für den Schulunterricht, den Vereinssport und den aufkommenden Tourismus einer Stadt dieser Größenordnung hinweisen.

Betreibergesellschaft soll das Hallenbad wirtschaftlich führen

Zur Aufklärung und Fakteneinordnung dient da sicherlich die „Unternehmensplanung mit integrierter Ertrags- und Liquiditätsberechnung“, die von der Waldbröler Kanzlei Rothstein & Rothstein im Auftrag der gemeinnützigen GmbH „Schwimmen in Waldbröl“ erstellt worden ist.

Die Gutachter gehen dabei davon aus, dass für den Erhalt und eine wirtschaftliche Nutzung des Hallenbades eine umfassende Erneuerung sowie eine teilweise Erweiterung der nutzbaren Fläche notwendig sein wird. Dazu gehöre die energetische Optimierung des Gebäudes, die Erneuerung der Schwimmbadtechnik, der Neubau eines kleineren Lehrschwimmbeckens, der Neubau eines Kinderbereiches mit Planschbecken und Spielgeräten, die Neugestaltung des Eingangsbereiches mit Bistro und Küche sowie die Sanierung der Umkleiden und Duschen.

Summa summarum schätzen die Wirtschaftsprüfer der Kanzlei, dass dafür rund 5,7 Millionen Euro erforderlich sein werden, wobei – analog zum Bürgerdorf am Alsberg – mit 80 Prozent Fördermitteln zu rechnen sei. Für die Stadt blieben damit 1,14 Millionen Euro als Eigenanteil übrig.
Hier kommt nun eine Aufforderung der Gutachter zum Umdenken ins Spiel, gehen Rothstein & Rothstein doch davon aus, dass die Stadt als künftiger Betreiber nicht mehr in Frage kommt. Sie schlagen ein Betreibermodell vor, das den Aufwand des Neubaus und der Erweiterung des Hallenbades noch in der Veranwortung der Stadt sieht, den Betrieb aber bei einer Betreibergesellschaft, deren Struktur noch festgelegt werden müsse. Diese Gesellschaft schließe mit der Stadt einen Betreibervertrag für 20 Jahre und zahle der Stadt eine jährliche Pacht von 72.000 Euro. Für das Schulschwimmen zahle wiederum die Stadt jährlich 160.000 Euro zudem einen jährlichen Energiekostenzuschuss von 90.000 Euro. Diese finanziellen Vorgaben der Gutachter werden flankiert von mehreren organisatorischen Prämissen hinsichtlich der Nutzung des neuen Bades.

Aus Sicht der Steuer- und Wirtschaftsberatungskanzlei ist das Bad mit diesem Modell durchaus wirtschaftlich zu betreiben, Einnahmen von jährlich 507.992 Euro stehen Ausgaben von 482.692 Euro gegenüber, und damit sogar ein leichter Überschuss im Betriebsergebnis von 25.692 Euro.

Einbezogen in die Untersuchungen wurden auch die Möglichkeiten, die eventuell Bäder der Nachbargemeinden Ruppichteroth, Reichshof, Nümbrecht und Morsbach für Waldbröler Schulen und deren Schwimmunterricht bieten könnten – freie Kapazitäten sind dort allerdings kaum oder gar nicht vorhanden. Eine Wiederinbetriebnahme des Lehrschwimmbeckens am Wiedenhof in Waldbröl, wie sie die Stadt ins Gespräch gebracht hatte, werde den schulischen und öffentlichen Anforderungen bei weitem nicht gerecht.

OVZ vom 16.06.2016

Standpunkte

Der Waldbröler Stadtrat hat (inklusive des Bürgermeisters Peter Koester, CDU)  35 Mitglieder,  der CDU-Fraktion gehören  15 Stadtverordnete an, der SPD  neun, der UWG vier und der FDP sowie den Grünen jeweils drei Ratsmitglieder. Sollte es zu einer Abstimmung über das Bad oder ein Begehren dazu kommen, darf der Bürgermeister mitstimmen.

Die CDU-Fraktion möchte, dass die Bürgerinnen und Bürger anstelle des Rates über die Zukunft des Gartenhallenbades entscheiden sollen. Das wäre  dann ein Ratsbürgerentscheid (siehe Infotext unten). Über das Prozedere und die Fragestellung soll nach dem Willen der CDU später der Hauptausschuss entscheiden.

Die SPD fordert eine klare Positionierung des Stadtrates pro Bad und den Auftrag an die Verwaltung, einen Förderantrag für den Neu-/Umbau des bestehenden Bades zu stellen. Ähnlich im Wortlaut und gleich in der Zielsetzung ist der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen. Auch die FDP-Fraktion spricht sich in einem Antrag zur Ratssitzung eindeutig für den Erhalt und die Sanierung des Bades aus, nachdem entsprechende Fördermittel beantragt worden sind.

Die UWG-Fraktion hat sich noch nicht entschieden, wie sie sich in punkto Bad verhalten wird. „Wir warten noch den Abschlussbericht der Gemeindeprüfungsanstalt ab“, sagte dazu UWG-Vorsitzender Roger Helzer auf Nachfrage, eine Erhöhung der Grundsteuer für eine Badsanierung werde es mit der UWG allerdings nicht geben. Sollte die UWG mit CDU und Bürgermeister  für den   Ratsbürgerentscheid   stimmen und SPD, FDP und Grüne  geschlossen dagegen, wäre bei 20:15 die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit  nicht erreicht. (mf)

Oberberg aktuell: Entscheidung nicht auf Bürger abwälzen

SPD: Entscheidung nicht auf Bürger abwälzen
(Red/10.06.2016-14:20)

Waldbröl - Die SPD-Ratsfraktion will, dass der Stadtrat eine Entscheidung zum Hallenbad an der Vennstraße fällt und es keinen Bürgerentscheid gibt - Das Bad soll erhalten bleiben und ein Förderantrag zum Neubau gestellt werden.

„Der Waldbröler Stadtrat muss am 22. Juni zum Schwimmbad in der Vennstraße einen Beschluss fällen“, erklärt SPD-Mann Michael Jaeger die Meinung seiner Fraktion. Es sei Aufgabe des Rates, einen solchen Beschluss pro oder contra zu fällen und eine klare Entscheidung zu treffen. „Nicht den Rat entscheiden zu lassen, mache den Eindruck, dass aus Unsicherheit oder Unschlüssigkeit die Entscheidung auf die Bürger abgewälzt werden soll“, so Jaeger weiter. Die SPD-Fraktion wird sich dem Antrag der CDU deshalb nicht anschließen, sondern auf Entscheidung im Rat bestehen.

Stattdessen will die SPD einen Antrag durchbringen, in dem der Rat der Stadt Waldbröl sich für den Erhalt des Hallenbades an der Vennstraße ausspricht und die Verwaltung beauftragt, zeitnah einen Förderantrag für den Neubau des Hallenbades zu stellen und die dafür erforderlichen Vorarbeiten zu erbringen. Nachdem mittlerweile ein konkretes Betriebs- und Betreiberkonzept vorliege, gelte es nur noch, die Unterhaltungskosten mit den im Haushaltssicherungskonzept (HSK) veranschlagten Einsparungen durch den Betrieb des Hallenbades in Einklang zu bringen. Dies solle kurzfristig im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Planungszirkels Bad und der Verwaltung unter Hinzuziehung externer Fachleute geschehen.

Oberberg aktuell - CDU beantragt Bürgerentscheid


CDU beantragt Bürgerentscheid zum Hallenbad

(Red/02.06.2016-10:23)

Waldbröl - Die Christdemokraten wollen die Bevölkerung über die Zukunft des Hallenbands in der Vennstraße entscheiden lassen.

„Wir möchten, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst über die Zukunft des Hallenbades entscheiden", sagt der Waldbröler CDU-Fraktionsvorsitzende Andre Steiniger. Daher habe man für die kommende Ratssitzung den Antrag auf einen Bürgerentscheid eingereicht. Laut Steiniger wünschten sich viele den Erhalt aus touristischen Gründen und wegen des Schulsports, andere befürchten hingegen für den Fall des Scheiterns des von Torsten Rothstein und dem Verein "Schwimmen in Waldbröl e.V." erstellten Konzepts zusätzliche Steuerbelastungen.

Steiniger bezeichnet das Konzept als gelungen. Die Umsetzung könne aber nur funktionieren, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien. Dazu zählen nach Meinung des Fraktionschefs unter anderem die erforderlichen Ausfallbürgschaften, die für die Beantragung von Fördermitteln erforderlich sind, und die zu Grunde gelegte Höhe des Investitionsvolumens. "Wenn der Invest höher wird, steht die Wirtschaftlichkeit auf der Kippe", so Steiniger. "Wir sind also wirklich unsicher, welche Entscheidung die Beste ist." Deshalb sei es nur richtig, die Entscheidung in die Hände der Bevölkerung zu legen.